Verein: Über unser Karate

 

Wir betreiben traditionelles Shotokan-Karate. "Shotokan" ist eine Stilrichtung des Karate (mehr darüber z.B. in der Wikipedia). Unter "traditionell" verstehen wir, dass wir versuchen, Karate als Kampfkunst mit ihren vielen Aspekten zu trainieren und uns nicht nur auf den einen Aspekt des Wettkampfsports zu fokussieren.

 

Neben dem Aspekt der allgemeinen körperlichen Fitness und dem des Wettkampfs auf Meisterschaften wollen wir beispielsweise auch die Funktion des Karate als "Gesundheitssport" (im Sinne der fernöstlichen Heilkunde), den Aspekt der Selbstverteidigung sowie die Bedeutung des mentalen Trainings (Konzentration, Ruhe in Stresssituationen, schnelle Entscheidungen) berücksichtigen. Jede/r in unserem Trainer-Team hat seine eigenen Schwerpunkte und seine eigene Art, Karate zu vermitteln. Dadurch sind wir in der glücklichen Lage, ein breites Spektrum von Karate-Inhalten anbieten und trainieren zu können.

 

Wir sind ein Sportverein und kein Fitness-Dienstleister. Daher ist uns auch die Gemeinschaft außerhalb des reinen Trainings wichtig: gemeinsame Aktionen wie z.B. Trainingswochenenden, Grillpartys oder Weihnachtsfeier, gemeinsame Kneipengänge nach dem Training und auch langjährige Freundschaften sind ein unverzichtbarer Bestandteil des "Karate Dojo Göttingen e.V.". Wir sind beileibe keine "Vereinsmeier", aber wir wollen mehr sein als nur ein anonymes Trainingszentrum und freuen uns, wenn wir nette Menschen in unsere Gemeinschaft aufnehmen können.

 

Auf überregionaler und nationaler Ebene gibt es verschiedene Karate-Verbände, über die beispielsweise Meisterschaften organisiert oder lizensierte Gürtelprüfungen angeboten werden. In der (für einen Karate-Verein) langen Zeit, die unser Dojo schon besteht, sind verschiedene dieser Verbände gekommen und gegangen, daher orientieren wir uns mehr an Inhalten als an Organisationen. Wir identifizieren uns mit der Richtung der Japan Karate Association (JKA), die in Deutschland von Shihan Hideo Ochi (9. Dan) repräsentiert wird, und gehören daher dem zweitgrößten deutschen Verband, dem "DJKB" an. Selbstverständlich kann aber bei uns gerne jede/r mitmachen, der sich bei uns zu Hause fühlt, unabhängig von seiner Verbandszugehörigkeit.

 


Dojo-Etikette

Karate ist eine Kampfkunst. Erfahrene Karateka sind in der Lage, ihren Körper als gefährliche Waffe einzusetzen. Damit im Training niemand verletzt wird, ist es wichtig, dass wir alle uns an Regeln halten. Diese Regeln helfen, damit niemand aus Unachtsamkeit verletzt wird und damit wir uns besser konzentrieren können.

Gichin Funakoshi, der Gründer des modernen Karate wie wir es üben, hat betont: "Karate beginnt und endet mit Respekt". Du drückst deinen Respekt gegenüber dem Dojo, deinem Lehrer oder deinem Übungspartner auf japanische Art durch eine Verbeugung aus, aber auch dadurch, dass du im Dojo auf Sauberkeit achtest, dich bemühst, aktiv am Training teilzunehmen und deine Mitübenden nicht zu stören.

Karateka beachten deswegen folgende Regeln:

  1. Im Dojo werden keine Schuhe getragen.
  2. Wir verbeugen uns, wenn wir das Dojo betreten oder verlassen.
  3. Unsere Kleidung und Ausrüstung muss sorgsam gepflegt sein.
  4. Der eigene Körper soll sauber und gepflegt sein.
  5. Wir verhalten uns allgemein höflich und umsichtig.
  6. An- und Abgrüßen:
    Zu Beginn und am Ende des Trainings nehmen wir ordentlich und ruhig Aufstellung (im Kreis oder in der Reihe).
    Der Lehrer oder der ranghöchste Schüler gibt die Kommandos „Seiza“ und „Mokuso“, woraufhin sich alle geordnet abhocken und die Augen schließen.
    Auf das Kommando „Mokuso Yame“ hin werden die Augen wieder geöffnet.
    „Otaga Ni Rei“ bedeutet Verbeugung zu anderen Schülern.
    Auf Kommando oder Zeichen wird geordnet aufgestanden.
    Erneutes Verbeugen beendet das An- oder Abgrüßen.
  7. Wir erscheinen pünktlich zum Training. Solltest du dennoch einmal zu spät sein, so hockst du dich selbstständig am Rand ab und wartest auf ein Zeichen vom Lehrer, bevor du dich in die Gruppe einordnest.
  8. Solltest du das Dojo während des Trainings verlassen müssen, so gibst du dem Lehrer unbedingt Bescheid.
  9. Essen und Trinken im Dojosind nicht gestattet.
  10. Das Tragen von Schmuck ist im Training wegen des Verletzungsrisikos nicht erlaubt.